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Thomas Roth: Maskenball (Review)
| Artist: | Thomas Roth |
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| Album: | Maskenball |
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| Medium: | CD | |
| Stil: | Mittelalter-Folk, Folk Rock, Pop |
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| Label: | MiG music | |
| Spieldauer: | 44:26 | |
| Erschienen: | 30.01.2026 | |
| Website: | [Link] |
„Auf meiner Reise mit der Nyckelharpa bin ich bei meinem neuen Album 'Maskenball' zu neuen Horizonten aufgebrochen. Es gibt musikalische Überraschungen und Kooperationen mit äußerst interessanten Gastmusikern.“ (Thomas Roth)
Ab geht’s in die mittelalterlichen Musik-Zeiten, in denen sich besonders präsent BLACKMORE'S NIGHT oder SALTATIO MORTIS und IN EXTREMO bewegen. Allerdings gibt es in diesem Musikbereich ein traditionelles Instrument, dem man eine ganz besondere, spezielle Magie nachsagt und das sehr schwer zu spielen ist. Daher wird es nur von wenigen Musikern beherrscht. Einer dieser Meister an besagtem Instrument ist THOMAS ROTH.
Die Nyckelharpa ist ein schwedisches Streichinstrument, das Tasten und Saiten besitzt, mit einem kurzen Bogen gespielt wird und durchs Drücken der Tasten die Tonhöhen verändert. Dabei wird ein Klang erzeugt, den man sofort erkennt, da er wie eine Kombination aus Geige und einer hallenden Zither klingt. Ideal für Bands, die dem Mittelalter-Folk huldigen.
Wie großartig Roth diese Nyckelharpa behrrscht, beweist schon die Tatsache, dass er mit seinem Instrument häufiger Gast- und Tour-Musiker bei der Mittelalter-Folk-Band des ehemaligen DEEP PURPLE- und RAINBOW-Gitarristen Ritchie Blackmore – BLACKMORE'S NIGHT – war.
Vielleicht zitiert Roth in „Ingredients“ darum auch unverkennbar den Purple-Anfangsriff von „Smoke On The Water“ an seinem Instrument.
Und alle Freunde besagter Mittelalter-Folk-Bands werden ihre wahre Freude an diesem abwechslungsreichen Album haben, das Tanzbares mit Finsterem, Rockiges mit klassischer Renaissance und Akustischem vereint. Nur dass hier eben dieses ungewöhnliche Instrument im Mittelpunkt steht und in seiner wechselreichen Klangvielfalt verblüfft, wenn es sich beispielsweise in „Swedish Pictures“ mit rockigen E-Gitarren-Rhythmen vereint oder wie auf einem mittelalterlichen Tanzball klingt, bei dem ja besonders der „Maskenball“ besonders beliebt war und bei dem sich in der damaligen Zeit mitunter die Pest einschlich, um verheerend zu wüten – bestens von EDGAR ALLEN POE in seiner Kurzgeschichte „Die Maske des Roten Todes“ in Szene gesetzt. Auch hierfür hat THOMAS ROTH durchaus so einige dunkel anmutende, orchestrale wie cineastische Klänge übrig („Jerusalem“), die durchaus das Zeug dazu haben, sich zur Vertonung dieser faszinierend-schaurigen Poe-Erzählung zu eignen.
Roth erzählt mit seiner Nyckelharpa ganz eigene Musikgeschichten mit viel Gefühl und Leidenschaft, wobei er eindeutig betont: „Grundsätzlich gilt für mein Schaffen, die Nyckelharpa mit ihrer langen Tradition immer wieder in neue musikalische Kontexte zu stellen. Was dabei entsteht, ist immer wieder total spannend.“
Eine Spannung, die auf „Maskenball“ in ihrer weit ausladenden musikalischen Schönheit – von der Renaissance bis zum Rock – rundum zur Geltung kommt.
FAZIT: THOMAS ROTH ist ein Meister an der Nyckelharpa, der mit „Maskenball“ (CD im zweiflügeligen Digipak plus achtseitigem Booklet) breit instrumentiert die ganze Gefühlsebene von beschwingt bis melancholisch oder geheimnisvoll ausschöpft und mit seinem mittelalterlichen schwedischen Streichinstrument den hier gebotenen Mittelalter-Folk, Rock und viel Bombastisches mitten hinein in die moderne Klanglandschaft holt. Roth tourte bereits mit BLACKMORE'S NIGHT durch die Lande und dieser Einfluss kommt auf „Maskenball“ ebenso intensiv zum Tragen wie das Gefühl einer mittelalterlichen Klang-Ästhetik, die regelrecht nach einer großen Burgen-Tour ruft, wie sie ein Ritchie Blackmore mit seiner Candice Night längst für sich entdeckt hat.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Le Grand Louis
- Maskenball
- Jerusalem
- Tanz
- Welsh Air
- Der Mann aus Halle
- Swedish Pictures
- Seasick Sailor
- Ingredients
- Bass - Mischa Marcks, Arnd Fuchs, Geoff Cripps
- Gesang - Elina Siirala
- Gitarre - Horst Machowetz, Sigi Hoga, Florian Ewert, Geoff Cripps
- Keys - DeAndre T. Jones, Frank Tischer, Steffen Burkhardt
- Schlagzeug - Joris Nijenhuis, Milan Cimfe, Simon Protzer
- Sonstige - Thomas Roth (Nyckelharpa), Linda Simmonds (Bodhran, Mandoline), Meriel Field (Geige), Chris Jones (Akkordeon, Flöte), Jonah Weingarten, Frank Tischer (Orchestration)
- Maskenball (2026) - 12/15 Punkten
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